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Nutriscore

Nutri-Score

Der Nutri-Score zeigt dir die Nährwertqualität von Lebensmitteln, Snacks und Getränken auf einer fünfstufigen Farbskala an.

Barcodescanner

Scanne dein Produkt und du erfährst die Nährwertqualität. Die Datenbank mit mehr als 300.000 Produkte und 33.000 Zutaten wird kontinuierlich aktualisiert.

Meine Ernährung

Personalisiere die App mit deinen Ernährungswünschen oder Unverträglichkeiten und du erhältst individuelle Hinweise.

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Alles auf einen Blick

Die App „nutriCARD – gesünder essen“ ist dein persönlicher Wegweiser für eine ausgewogene Ernährung. Auf einen Blick erhältst du wichtige Informationen über Inhaltsstoffe von Lebensmitteln, Nährwerte und bedenkliche Zutaten. Der Nutri-Score zeigt anhand einer Farb- und Buchstabenskala von grün (A) bis rot (E) an, ob ein Lebensmittel gesund oder eher ungesund ist. Der Nutri-Score ist wissenschaftlich fundiert und wurde unabhängig von der Industrie entwickelt.

Dein persönlicher Berater

Gesund oder ungesund? Scanne einfach den Barcode des ausgewählten Lebensmittels, Snacks oder Getränks, und sofort bekommst du die Bewertung. Zudem erhältst du Informationen zu den wichtigsten Nährstoffen. Und du kannst testen, ob die Produkte deinen individuellen Wünschen und Ernährungsgewohnheiten entsprechen (z.B. vegetarisch, ohne Geschmacksverstärker, zuckerfrei) oder ob sie Allergene (z.B. Nüsse, Ei, Soja) oder Unverträglichkeiten auslösende Inhaltsstoffe (z.B. Gluten, Laktose) enthalten.

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einfach gesünder essen

Nutri-Score auf einen Blick
individuelles Ernährungsprofil
Hinweise zu bedenklichen Zutaten

Was ist der Nutri-Score?

Nutriscore

Der Nutri-Score macht eine Aussage über die Nährwertqualität eines Lebensmittels. Für die Berechnung des Nutri-Scores werden erwünschte und weniger erwünschte Nährstoffe eines Lebensmittels verrechnet. Erwünscht im Sinne einer ausgewogenen Ernährung sind beispielsweise Eiweiße, Ballaststoffe, Gemüse, Obst und Nüsse. Weniger erwünscht sind Kalorien, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz. Ob ein Lebensmittel insgesamt eher gesund oder ungesund ist, zeigt eine fünfstufige Farb- und Buchstabenskala. Das grüne A steht für eine hohe Nährwertqualität, das rote E steht für eine geringere Nährwertqualität.

Wissenschaftlich erarbeitet wurde der Nutri-Score von dem Ernährungswissenschaftler Prof. SergeHercberg. Er basiert auf einem System zur Berechnung von Nährwertprofilen des Ernährungswissenschaftlers Prof. Mike Rayner, der sogenannten Nährwertampel, die im Auftrag der britischen Food Standards Agency (FSA) entwickelt worden ist. Seit 2014 überführte Serge Hercberg dieses ältere System in ein neues Kennzeichnungssystem für Lebensmittel und Getränke. Der Nutri-Score bildet damit die Nährwertqualität für einzelne Lebensmittel in umfassenderer Weise ab, als die ältere Nährwertampel. 2017 hat die französische Regierung entschieden, den Nutri-Score in Frankreich als freiwillige Kennzeichnung einzuführen, in Belgien und Spanien tragen einige verarbeitete Lebensmittel seit 2018 den Nutri-Score. In Deutschland steht eine Entscheidung noch aus. Tests in der Praxis haben gezeigt, dass der Nutri-Score Verbraucher zu einer gesünderen Produktauswahl bewegt.


Detaillierte Informationen zum Nutri-Score

Stärken und Schwächen des Nutri-Score

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Die große Stärke des Nutri-Score ist, dass er aufgrund der einfachen Darstellung leicht verständlich ist. Anders als bei der bisherigen kleingedruckten Nährwertkennzeichnung auf den Lebensmittelverpackungen kann mit dem Nutri-Score jeder Mensch unabhängig von Sprachkenntnissen und Bildungsstand den Unterschied zwischen dem dunkelgrünen A für sehr günstige Lebensmittel und dem roten E für sehr ungünstige Nahrungsmittel erkennen. Der Nutri-Score kommt also ganz ohne Tabellen und Zahlen aus, und es sind keine Vorkenntnisse nötig.

Die Produktdaten, zu denen die App den Nutri-Score berechnet, stammen aus einer Datenbank mit derzeit rund 300.000 Produkten und 33.000 Zutaten, die kontinuierlich ergänzt wird. Viele Lebensmittel großer Hersteller und Marken sind bereits enthalten. Es kann aber sein, dass für einige Lebensmittel keine Bewertung möglich ist, weil diese Lebensmittel in der Datenbank noch fehlen oder deren Daten nicht vollständig erfasst sind. Da das Kennzeichnungssystem des Nutri-Scores nicht sämtliche Nährstoffe berücksichtigt, können beispielsweise positive Inhaltsstoffe wie bestimmte Vitamine, Mineralstoffe oder Omega-3-Fettsäuren nicht in die Bewertung einfließen. Das kann auch dazu führen, dass z.B. Olivenöl wegen seines nennenswerten Anteils gesättigter Fettsäuren eine schlechte Bewertung enthält, weil die positiven Eigenschaften der ungesättigten Fettsäuren nicht in die Berechnung eingehen.

Trotz dieser Schwächen haben wir uns entschieden, mit der App „nutriCARD – gesünder essen“ schon jetzt an die Öffentlichkeit zu gehen. Denn wir möchten den Verbrauchern eine wissenschaftlich fundierte und leicht verständliche Entscheidungsgrundlage bei der Lebensmittelauswahl geben. Doch auch wenn einzelne Produkte eine positive Bewertung erhalten, heißt das nicht, dass eine Ernährung ausschließlich mit diesen Produkten (z.B. koffeinhaltige, zuckerreduzierte Limonaden) gut ist und Milchprodukte von vornherein schlecht sind. Es kommt immer auch auf die Menge an. Der Nutri-Score macht auch nur Aussagen über die Nährwertqualität von Lebensmitteln. Er sagt nichts darüber aus, ob Lebensmittel nachhaltig produziert worden sind, wie weit auf das Tierwohl bei der Erzeugung der Lebensmittel geachtet wurde, ob und wie viele Schadstoffe enthalten sind oder ob minderwertige Zutaten zum Einsatz kommen.

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Die Entwickler

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Der Kompetenzcluster für Ernährung und kardiovaskuläre Gesundheit (nutriCARD) Halle-Jena-Leipzig bündelt die Aktivitäten im Bereich der grundlagennahen und der angewandten Ernährungsforschung der im mitteldeutschen Unibund kooperierenden Universitäten Jena, Leipzig und Halle-Wittenberg. nutriCARD wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung seit 2015 gefördert. Rund 40 Wissenschaftler und 80 Praxispartner arbeiten an der Entwicklung effizienter Konzepte für eine nachhaltige Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Todesursache Nummer eins in Deutschland und Europa). Ein wesentlicher Baustein dafür ist auch eine verbesserte Ernährungskommunikation und -bildung. Einerseits werden dazu u.a. wissenschaftliche Erkenntnisse und aktuelle Ernährungsempfehlungen in alltagstaugliche Ernährungspläne überführt und in Humanstudien überprüft. Andererseits werden auch Ernährungsinformationen in den Medien einem Faktencheck unterzogen, und es wird untersucht, wie wissenschaftliche Ergebnisse in der Öffentlichkeit kommuniziert werden.

Entwickelt wurde die nutriCARD-App gemeinsam mit dem jungen Berliner IT-Unternehmen Baggid. Für die nutriCARD-App hat Baggid sowohl die Datenbank gestellt als auch die nötigen Algorithmen entwickelt, um den Nutri-Score, die personalisierten Warnungen und die Informationen zu bedenklichen Zutaten automatisiert berechnen und abfragen zu können. Dank künstlicher Intelligenz und humaner Expertise ist Baggid in der Lage, Lebensmittel zu analysieren und mit medizinischen Vorgaben, Kundenwünschen und Ernährungsempfehlungen abzugleichen, um auch individuelle Ernährungsempfehlungen zu erstellen.

Die Entwickler sehen in der nutriCARD-App großes Potenzial, da sie noch um zusätzliche Features ergänzt werden kann, die dem Verbraucher das Leben leichter machen. Momentan liegt der Fokus aber in der Verbesserung der Nutri-Score-Daten. Baggid arbeitet schon am nächsten Update. Darin soll auch positiv berücksichtigt werden, wenn ein Produkt einen mehr als 40-prozentigen Anteil an Obst, Gemüse und Nüssen enthält. Das ist momentan leider auf Grund fehlender Daten der Hersteller noch nicht möglich.

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Eine ausgewogene Ernährung stärkt die Gesundheit

Mehr als vier Millionen Menschen sterben jedes Jahr in Europa an Herz-Kreislauf-Erkrankungen; mehr als jeder Dritte ist jünger als 75 Jahre. Die Sterblichkeitsstatistik zeigt, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit circa 40 Prozent aller Todesfälle nach wie vor die häufigste Todesursache sind. Die internationale Global Burden of Disease Study, an der nutriCARD beteiligt ist, hat gezeigt: Jeder zweite bis dritte vorzeitige Todesfall könnte durch eine vollwertige und ausgewogenere Ernährung vermieden werden. Von insgesamt 4,3 Millionen kardiovaskulären Todesfällen im Jahr 2016 in Europa gehen 2,1 Millionen auf eine ungesunde Ernährung zurück. Auf Basis des Lebensmittelkonsums und weiterer Risikofaktoren der jeweiligen Staaten konnte internationale Forscherteams den Anteil der Todesfälle berechnen, der auf eine unausgewogene Ernährung zurückzuführen ist. Dazu zählen die Wissenschaftler einen zu geringen Verzehr von Vollkornprodukten, Nüssen und Samen sowie Gemüse und einen zu hohen Salzkonsum. Die Ergebnisse sind damit auch von gesundheitspolitischer Relevanz für die Entwicklung zukünftiger Präventionsstrategien.

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